Neues AMIF-Projekt stärkt psychosoziale Unterstützung
Geflüchtete Frauen und Mädchen, die von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung oder weiblicher Genitalbeschneidung (FGM/C) betroffen oder bedroht sind, erhalten neue Hilfen. Die Beratungsstellen NADESCHDA und YUNA Westfalen-Lippe unterstützen im neuen AMIF-Projekt geflüchtete Frauen und Mädchen. Das Projekt umfasst psychosoziale Beratung, Krisenintervention, psychologische Begleitung sowie niedrigschwellige Sprechstunden in EAEn und ZUEn.
Einführung in das Thema „Weibliche Genitalbeschneidung (FGM/C)“
Kostenfreies Webinare für Fachkräfte und Interessierte werden von der Fachstelle YUNA Rheinland angeboten. Sie führen in das Thema „Weibliche Genitalbeschneidung (FGM/C)“ in zweistündigen Webinaren ein.
Sie finden die Webinare hier als
pdf.
Ferienzeit ist Risikozeit - Schutz vor weiblicher Genitalbeschneidung
Sommerferien – für viele eine Zeit der Erholung und des Reisens. Doch für einige Mädchen bedeutet diese Zeit ein erhöhtes Risiko: Während der schulfreien Wochen kann eine weibliche Genitalbeschneidung (FGM/C) drohen. Durch die fehlende soziale Kontrolle von Lehrkräften, Kita-Fachkräften oder der Jugendhilfe bleiben Warnsignale oft unbemerkt. Gleichzeitig bietet die lange Genesungszeit nach einer Beschneidung den Familien die Möglichkeit, Eingriffe während der Ferien zu verbergen – manchmal sogar durch verlängerte Auslandsaufenthalte oder Krankmeldungen.
Starke Stimmen in den Beratungsstellen in Herford
Auch in den Beratungsstellen NADESCHDA und THEODORA sowie in der Fachstelle YUNA Westfalen-Lippe wurde der 9. März 2026 als Frauenstreiktag bewusst begangen. Der Anlass war der Aufruf des #TöchterKollektivs zu einem globalen Frauen*Generalstreik, der den Internationalen Frauentag um einen Tag des Protests und der Arbeitsniederlegung erweiterte. Birgit Reiche, leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, hatte diesen Aufruf an die Mitarbeitenden weitergegeben und betont: „Jede nach ihren Möglichkeiten – aber gemeinsam für eine gerechtere Welt.“
Starke Unterstützung für YUNA
Die Spende über 3.000 Euro steht im Mittelpunkt eines besonderen Moments der Verbundenheit: Anfang März Konnte Anna Douti-Lauter, Mitarbeiterin von YUNA Westfalen-Lippe, die symbolische Spende der Frauenarbeit im Kirchenkreis Herford entgegennehmen. Die Zuwendung ermöglicht es, Klientinnen von YUNA psychologisch zu unterstützen – ein Bereich, der für viele betroffene Frauen entscheidend ist, um Stabilität, Sicherheit und Perspektiven zu gewinnen.